|
Die Pflanze
Lavendel ist vor allem im Mittelmeergebiet anzutreffen, wo er in
felsiger Umgebung und auf Kiesböden wächst. Er wird dort auch
großflächig kultiviert. Deutsche Importe kommen aus Frankreich,
Jugoslawien, Bulgarien und Spanien. Geerntet werden die
Blütenstände, die zu Beginn der Blütezeit im Juni/Juli an der
Basis abgeschnitten werden.
Der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) ist eine Pflanze mit
blattloser Basis, aus der sich zahlreiche bis zu 50 cm lange,
grauharige, vierkantige Stengel entwickeln. Die gegenständigen
Blätter sind zugespitzt mit einem nach unten gerollten Rand.
Beide Blattseiten sind weiß behaart mit Drüsen an der
Unterseite. Die Blüten bilden eine Art Ähre, der blaue Kelch
ist röhrenförmig und behaart. Die röhrenförmige Krone bildet
am Boden zwei Lippen.
Lavendel ist auch als Spike, Kleiner Speik, Narde oder
Tabaksblüte bekannt.
Der Lavendel wird gesammelt und in Büscheln im Schatten
getrocknet. Die Blütenstände werden zwischen den Händen
zerrieben und so die Lavendelblüten herausgelöst. Diese werden
in einem Glasgefäß trocken und lichtgeschützt gelagert.
Eigenschaften
antiseptisch, aromatisch, krampflösend, reinigend
Anwendung
Bei Befindensstörungen wie Unruhezuständen,
Einschlafstörungen, Appetitlosigkeit sowie bei funktionellen
Oberbauchbeschwerden (nervöser Reizmagen, Meteorismus, nervöse
Darmbeschwerden).
Dosierung
1 bis 2 Teelöffel voll Lavendelblüten werden mit heißem Wasser
(ca. 150 ml) aufgegossen und nach etwa 10 Minuten durch ein
Teesieb gegeben.
Soweit nicht anders verordnet, wird mehrmals täglich, besonders
abends vor dem Schlafengehen eine Tasse frisch bereiteter Tee
getrunken
|