Wichtige Gebrauchshinweise
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Ware aus kontrolliert biologischem Anbau
Die Pflanze
Die Kamille wuchs früher als Wildkraut in ganz Europa. Der
zunehmende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verdrängte die
wildwachsenden Pflanzen weitgehend. Heute decken große Kulturen
in Argentinien und Ägypten, Bulgarien, Ungarn und der Tschechei
den gestiegenen Bedarf.
Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) ist eine einjährige
Pflanze von 10-55 cm Höhe. Sammler verwechseln sie leicht mit
Hunds- oder Ackerkamille, die einen leicht unangenehmen Geruch
aufweist oder gar nicht riecht. Zusätzlich unterscheidet sich
die Echte Kamille durch einen hohlen Blütenboden von ihren
gesundheitlich wertlosen Verwandten.
Erntemaschinen kämmen nur die Blütenköpfe der Kamille ab.
Anschließend werden sie auf Trockengestellen oder in
Warmluftöfen vorsichtig getrocknet, damit das Aroma nicht
verlorengeht.
Die Kamille blüht in Europa von Mai bis August; die Ernte
erfolgt überwiegend in den Monaten Juni bis Juli. Die beste Zeit
für die Blütenlese liegt 3 bis 5 Tage nach dem Aufblühen. Zu
diesem Zeitpunkt befindet sich in den Blüten der höchste Gehalt
an ätherischen Ölen, die den Wert der Kamille ausmachen. Der
Hauptwirkstoff ist das Azulen.
Anwendung
Kamille wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, krampflösend und schmerzlindernd. Sie wird daher zur Behandlung von Entzündungen und Wunden, aber auch bei Erkältung (Reizung der Mund- und Rachenschleimhaut sowie der oberen Atemwege), Verdauunsgbeschwerden und
Menstruationsbeschwerden angewendet.
Dosierung
Ein Eßlöffel voll Kamillenblüten wird mit heißem Wasser (ca.
150 ml) übergossen und nach 5 bis 10 min. durch ein Teesieb
filtriert. Zur Bereitung eines Dampfbades werden 1 bis 2
Eßlöffel voll Kamillenblüten mit heißem Wasser übergossen.
Soweit nicht anders verordnet, wird bei Erkrankungen im
Magen-Darm-Bereich 3 bis 4 mal täglich eine Tasse frisch
bereiteter Aufguß warm zwischen den Mahlzeiten getrunken. Bei
Entzündungen der Schleimhaut im Mund und Rachenbereich wird
mit dem frisch bereiteten Teeaufguß mehrmals täglich gespült
oder gegurgelt. Bei Entzündungen der oberen Atemwege
werden die Dämpfe des frisch bereiteten Teeaufgusses eingeatmet
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