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Fenchelsamen werden als Teeaufguss zubereitet oder finden als Zutat beim Brotbacken Verwendung. In der Indischen Küche sind Fenchelsamen weit verbreitet.
Die Pflanze
Der Fenchel (Foeniculum vulgare), ursprünglich im
Mittelmeergebiet beheimatet, wird heute in ganz Europa, Asien,
Teilen Afrikas und Südamerikas angebaut. Die meisten deutschen
Importe stammen aus China, Ägypten, Bulgarien, Ungarn und
Rumänien.
Fenchel ist eine Zwei- bis Mehrjährige Pflanze. Die Blätter
sind mehrfach fiederschnittig mit fädigen Abschnitten. Die
Pflanze blüht gelblich an Doppeldolden mit meist ungleich langen
Strahlen. Vom Fenchel werden die gelblich-grünen bis gelbbraunen
Teil- oder Spaltenfrüchte zur Teebereitung verwertet.
Geschichte
Schon im Altertum war Fenchel wegen seines angenehmen Geruchs und Geschmacks weitläufig als Heil- und Gewürzpflanze bekannt. Auch bei den alten Ägyptern und in der Chinesischen Heilkunde fand Fenchel seine Anwendung. Fenchel wird in den Schriften der Hildegard von Bingen ausführlich behandelt.
Anwendung
Fenchel soll krampflösende und entzündungshemmende sowie Eigenschaften besitzen. Fenchel fördert die Darmtätigkeit und wird daher bei
Blähungen und krampfartige Beschwerden im Magen-Darmbereich,
besonders bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet. Weiterhin wird Fenchel zur Schleimlösung in den Atemwegen verwendet.
Dosierung
1-3 Teelöffel voll Fenchel werden gequetscht und mit siedendem
Wasser (ca. 150 ml) aufgegossen und nach 5 bis 10 Minuten durch
ein Teesieb gefiltert.
Soweit nicht anders verordnet, wird bei Erkrankungen im
Magen-Darmbereich 2 bis 4 mal täglich eine Tasse frisch
bereiteter Teeaufguß warm zwischen den Mahlzeiten getrunken.
Bei Säuglingen und Kleinkindern kann der Teeaufguß auch zum
Verdünnen der Milch oder Breinahrung verwendet werden
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